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Journalismus und Kommunikation

COLOQUIO / CONFERENCIA DEL PRD EN BARCELONA

NOTA DE PRENSA, por Olga Capellan

BARCELONA, España.- El Partido Revolucionario Dominicano (PRD) en conjunto a la Escuela de de Formación Xavier Soto, participa a todos los dirigentes, militantes, simpatizantes y a la ciudadanía en general para que asistan  a la celebración de su primer Coloquio/Conferencia sobre ética en la política que será celebrada en la capital catalana.

El magno acontecimiento será llevado a cabo el próximo 25 del presente mes de Mayo, a las 17 horas locales y tendrá lugar en los salones de conferencias del local del Partido Socialista Catalán (PSC), sito en la Calle Santiago Apóstol  No.14 del sector Hospitalet de Llobregat , con acceso al lugar del  Metro L1 Santa Eulalia y Metro L5 Collblanc en la ciudad de Barcelona.

Dicha conferencia será disertada por el Lic. Luís Miguel Guerra, historiador y político, secretario de organización de la agrupación Nou Barris.

El evento es organizado por la Seccional PRD Barcelona  y la Escuela de Formación Política de los partidos socialistas catalanes PSC Xavier Soto y el Dr. Johnny Aquino.

De acuerdo a los anunciantes del evento, dicha actividad forma parte del inicio de la Escuela de Formación de Cuadros Políticos del Partido Revolucionario Dominicano que se contempla crear no solo para España, sino pata toda Europa donde se formarán los dirigentes y militantes del mayor partido opositor de la República Dominicana.

Un poquito de historia sobre el conferencista y el organizador del coloquio/conferencia: el Lic. Luís Miguel Guerra, es graduado en geografía é historia en la Universidad de Barcelona, con máster en liderazgo y comunicación para gestión política de la UAB, diplomado en Metodología de las Ciencias por la UNED.

Asimismo es Formador de la Escuela Xavier Soto y autor de novelas históricas, La Peste Negra y La Ruta Perdida, además del ensayo Los Nietos de los Rojos, sobre la 2da república española.

Por su parte el Dr. Johnny Aquino, connotado médico odontólogo, graduado de la Universidad Autónoma de Santo Domingo (UASD) con una amplia hoja de su profesión, entre ellos: varios máster especializados de odontología de la Universidad René Descartes de París.

Además realizó curso de liderazgo político para gestión pública en la Universidad Autónoma de Barcelona, de igual manera curso de formación de formadores, Escuela de Formación Xavier Soto de los partidos socialistas catalanes, así como también  se encuentra realizando curso especializado para cuadros políticos del PSC.

El Dr. Aquino actualmente es el Secretario de Relaciones Internacionales del PRD Seccional de Barcelona, luego de haber pasado por la secretaría de organización de ese mismo partido en la comunidad catalana y alternando como miembro activo del PSC Nou Barris.


VORTRAG DES PRÄSIDENTEN VON ECUADOR, RAFAEL CORREA DELGADO, AN DER TU BERLIN

Öffentlicher Vortrag des Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa Delgado, PhD, an der TU Berlin, 16. April 2013

Rafael Correa Präsident von Ecuador

Rafael Correa Präsident von Ecuador

Inoffizielle Übersetzung

Wege aus der Krise
Aufschwung und sozialer Ausgleich statt Rezession und Sparprogramme am Beispiel Ecuadors

Begrüßung

Aus Ecuador bringe ich brüderliche Grüße mit von 15,5 Mio. Frauen und Männern und all unsere Zuneigung für Deutschland, für sein Volk, welches in Europa u.a. einen bedeutenden multikulturellen Aspekt einbringt – dies ist besonders auffällig im neuen Berlin, wo über 130 Nationalitäten in Frieden zusammenleben. Herzliche Grüße an alle Studierenden der Technischen Universität Berlin, an ihre Dozenten, Mitarbeiter und ihre hohen akademischen Autoritäten.
Welch ein Stolz im Geburtsland von Einstein, Brecht, Thomas Mann, Hermann Hesse zu sein, in der Heimat von Hegel, Marx, Schiller, Goethe, Nietzsche, Heine, Bach, Beethoven… Heimatland unzähliger Künstler, Philosophen, Erfinder und Wissenschaftler, in einem Land, das seit der Renaissance einen Großteil der Kreativität und des Talents von Europa und der Welt in sich konzentrierte. Die Hochachtung für Deutschland und seine Menschen hat in Ecuador historische Wurzeln. Wir blicken in diesem Jahr auf 125 Jahre intensiv geführter bilateraler Beziehungen zurück. Die Liste der Berühmtheiten der letzten zwei Jahrhunderte ist lang, angeführt von dem gefeierten Naturforscher Alexander von Humboldt, der mit so vielen Forschungsprojekten auf unserem Kontinent verbunden ist.

Liebe Freundinnen, liebe Freunde, lassen Sie mich zuerst ein wenig über mein Land erzählen. Ecuador ist das Land mit der dichtesten Landschafts- und Artenvielfalt weltweit. In Ecuador haben wir die „vier Welten“: die Meeresküste, das Hochland der Anden, den östlichen Regenwald und die wunderbaren Galapagosinseln, unsere Verzauberten Inseln (Islas Encantadas), Naturgut der Menschheit. Ecuador ist auf dem ersten Platz weltweit, was die Zahl der Wirbeltiere angeht: 9,2 Arten pro 1.000 km². Auf dem dritten Platz bei Amphibien mit 441 Arten, die einen Anteil von 10% Prozent der Weltpopulation ausmachen. Und auf dem vierten Platz bei den Vögeln mit 1.626 Arten, die 18% aller Vogelarten der Welt darstellen. Von diesen Vogelarten sind 37 endemisch, das heißt, dass man diese nur in Ecuador vorfindet. Des Weiteren ist Ecuador auf dem fünften Platz bei der Schmetterlingsvielfalt mit 69 Arten, von denen drei endemisch sind, und auf dem sechsten in der terrestrischen Artenvielfalt. Wenn man die terrestrische und marine Biodiversität zusammenzählt, sind wir sogar auf dem ersten Platz. Wir sind mit 17.000 Arten an siebenter Stelle bei der Vielfalt bezüglich höherer Pflanzen. Schätzungsweise mehr als 4.000 davon sind endemisch. Von all den Orchideenarten in der Welt findet man 18% in Ecuador. Wir sind an achter Stelle, was die Reptilienvielfalt mit 396 Arten angeht.

All dies auf einem Gebiet von nur 253.000 km², wo alle möglichen Klimazonen und alle vorstellbaren Mikroklimabedingungen vorkommen. An nur einem Tag könnte ein Tourist, der uns besuchen kommt, am Strand zum Frühstück frisch gefangenen Fisch und Meeresfrüchte verspeisen, zu Mittag essen an den Hängen des Cayambe, einem stolzen, ewig schneebedeckten Berg in den Anden auf der Äquatorlinie, und mitten im Regenwald zu Abend essen. Am nächsten Tag, nach weniger als zwei Stunden Flugzeit, wird unser erstaunter Tourist schon auf den Galapagosinseln sein, eines der sieben Naturwunder unseres Planeten.

Ecuador liebt das Leben. Wir Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer haben bekundet, dass die Natur Rechte hat und dies weltweit als erste in unserer Verfassung verankert. 20% unseres Territoriums befindet sich in 44 Reservaten und Naturparks unter Schutz, einschließlich des Yasuní-Parks, Regenwaldjuwel des Pleistozän und globales Biosphärenreservat, wo es auf einem Quadratkilometer mehr Baumvielfalt gibt als in ganz Nordamerika.

Die bunte Palette unserer Flora und Fauna wird ergänzt und weiter bereichert durch die Vielfalt unserer menschlichen Kulturen; wir haben zusätzlich zur Mehrheit der Mestizen 14 indigene Nationalitäten mit ihren ursprünglichen Sprachen, darunter zwei nicht kontaktierte Völker, die es vorgezogen haben in freiwilliger Isolation im Herzen des Urwaldes zu leben. Unsere neue Verfassung definiert Ecuador als einheitlichen Staat, aber auch als multinational und multikulturell. Zweifelsohne ist Ecuador durch seine Vielfalt und geographische Lage das Ökozentrum der Welt. Nur bei einem Besuch Ecuadors können Sie in sieben Tagen ganz Lateinamerika kennenlernen: seine Strände, seine Berge, seine Regenwälder, seine Inseln und, am wichtigsten, seine Menschen.

Errungenschaften

Und dieses wunderbare Land verändert sich gerade tiefgreifend zum Guten, im Ökonomischen, Politischen und im Sozialen. Aus diesem Grund bestätigte der Staatssekretär des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, Herr Hans-Jürgen Beerfeltz, während seines jüngsten Besuches in unserem Land vor kaum zwei Monaten, dass Ecuador sich in den „lateinamerikanischen Jaguar“ verwandele.

Laut dem Indikator der Vereinten Nationen für menschliche Entwicklung von 2012 ist Ecuador im Zeitraum von 2007-2012 – dieser Zeitraum fällt mit der Regierungsdauer unserer Regierung zusammen – unter 186 Ländern eins von den vier Ländern, die am schnellsten die Rangfolge in der Bewertung der menschlichen Entwicklung aufgestiegen sind. Nur Tansania, das 15 Stufen aufstieg, Weißrussland, das 12 Stufen aufstieg und Hongkong, das 10 Stufen aufstieg, haben Ecuador hierbei übertroffen.

So ist unser Land vom mittleren menschlichen Entwicklungsgrad auf den hohen menschlichen Entwicklingsgrad übergegangen. Ziel der Politik, der Ökonomie und praktisch aller unserer Aktivitäten ist das menschliche Glück. Ecuador befindet sich auf Platz 23 von 151 Ländern des Happy Planet Index 2012 der New Economic Foundation. Dieser Index misst die Lebenserwartung, den ökologischen Fußabdruck, schließt aber auch den wichtigen, subjektiven Aspekt des Glückes mit ein. Unter den 23 glücklichsten Ländern sind 16 lateinamerikanische Länder. Das kann eine gute und gleichzeitg schlechte Nachricht sein, denn in der Region herrscht allgemein noch eine derartige Ungleichheit und Armut, dass das Glücksgefühl auch auf ein mangelndes Problembewusstsein hindeuten könnte.

Bezüglich der ökonomischen Erfolge ist Ecuador eins von den fünf Ländern mit dem größten Wirtschaftswachstum in der Region und das Land, das sich am schnellsten von der Krise des Jahres 2009 erholt hat. In Bezug auf die Armut – die für uns der größte Angriff auf die Rechte und die Freiheit der Menschen darstellt – ist es uns im Zeitraum zwischen 2006 und 2012 gelungen, dass eine Million Ecuadorianer nicht mehr in Armut leben. Die Armut ist von 37,6 auf 27,3 %, die extreme Armut von 16,9 auf 11,2% gesunken. Die Armut zu beseitigen sollte weltweit der moralische Imperativ sein und so ist es auch in Ecuador.

Nach Angaben der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) sind wir das Land in Lateinamerika, das im Zeitraum von 2007 bis 2011 die meisten Ungleicheiten beseitigt hat. Sie als Nation spüren diese Unterschiede vielleicht nicht, aber in Lateinamerika ähneln diese unsinnigen sozialen und wirtschaftlichen Abstände dem Joch der Sklaverei im 19. Jahrhundert, denn diese riesigen Unterschiede in der Einkommenskonzentration, der Vermögen und des Konsums verhindern, dass die große Mehrheit der Bewohner unserer Region ein würdiges Leben führen kann. Deshalb sind wir als Nation stolz darauf, in Ecuador die Einkommenskonzentration, gemessen durch den Gini-Koeffizienten, um 8 Punkte reduziert zu haben: das ist viermal mehr als der Durschnitt in Lateinamerika (0,51 bis 0,43).

Ecuador ist auch das Land, das mit 4,1% die niedrigste Arbeitslosenrate hat; dies schlägt die orthodoxe Tendenz in der Ökonomie vernichtend… und Ecuador verfügt über soziale Errungenschgaften, die uns mit Stolz erfüllen. So sind wir das Land in Lateinamerika, in dem die meisten Menschen aus armen Schichten an der Universität studieren – dank der in der neuen Verfassung verankerten kostenlosen Hochschulbildung – und wir sind im regionalen und Weltmaßstab führend bei der Integration von Menschen mit Behinderung. Wir haben bei dieser Personengruppe praktisch Vollbeschäftigung erreicht mit etwa 40.000 Personen mit Behinderung im Arbeitsleben und 6.000 Familien mit passendem Wohnraum für Familienangehörige mit Behinderung.

Als wir 2007 die Regierung übernommen haben, nahmen wir uns eine Strategie vor, um den Druck der Verschuldung auf den Staatshaushalt und die öffentlichen Finanzen zu lindern und die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung mit frischen Geldmitteln zu befriedigen. Wir gingen mit Entschiedenheit und Stärke die Schaffung einer Kommission zur Überprüfung der öffentlichen Schulden an. Die Ergebnisse dieser wertvollen Arbeit sind in einem Bericht zusammengefasst, der um die Welt ging: der 2008 vorgelegte Abschlussbericht der „Kommission für die Überprüfung der öffentlichen Schulden“ (Comisión para la Auditoria Integral del Crédito Público).

Auf der Grundlage dieses Berichtes und durch eine sehr intelligente und technisch strenge Handhabung konnte Ecuador 8 Millarden US-Dollar beim Schuldendienst einsparen. Um eine Vorstellung vom Umfang zu haben, muss man wissen, dass diese Summe den gesamten öffentlichen Investitionen der ecuadorianischen Regierung in zwei Jahren entspricht (Infrastruktur, Austattung von Einrichtungen, Technologie). Bei den Zinsen wurden jährlich mehr als 420 Millionen US-Dollar eingespart. Im Ergenis dieses erfolgreichen Rückkaufs des Auslandsschuldendienstes verringerte sich die Auslandsschuld von 24% der Staatsausgaben im Jahr 2006 auf 5,5% im Jahr 2012. Zusätzlich zu unserer Auslandsschuld haben wir auch die Erdölverträge neu ausgehandelt und wir haben die Steuereinnahmen mehr als verdoppelt, da wir dabei keine Steuerflucht mehr tolerieren. Das hat es uns erlaubt, die öffentliche Investition zum Hauptinstrument der Entwicklung des Landes zu machen. Ecuador hat heute das höchste Niveau an öffentlichen Investitionen in Lateinamerika erreicht. 2013 werden wir mit 13,5% des BIP einen historischen Stand erreichen.
Trotz dieser größten öffentlichen Investition in unserer jüngeren Geschichte beträgt die ecuadorianische Auslandsverschuldung gerade einmal 12,6% des BIP. Ein Anteil, der unter dem der entwickelten Ökonomien liegt. Die öffentlichen Investitionen haben auf diese Weise große Veränderungen herbeigeführt, die auch die Ausführung privater Investitionen in Ecuador verbessert haben. Die Investitionen in Straßen, Häfen, Flughäfen, Telekommunikation, Energieerzeugung, effiziente Justiz, integrale Sicherheit (umfassendes Sicherheitskonzept, dass Verkehrs- und Personensicherheit ebenso einschließt wie Prävention und Schutz vor Umweltkatastrophen), in den Überschwemmungsschutz und in die produktive Entwicklung haben eindeutig die systemische Wettbewerbsfähigkeit verbessert.

Die Neuverhandlung der Auslandsschulden, die Erdölverträge und das Anwachsen der Steuereinnahmen haben uns ebenfalls ermöglicht, wichtige Ressourcen für die Bezahlung der wichtigsten Schuld, der sozialen Schuld, freizugeben. Während 2004 für den sozialen Bereich 4,3% des BIP eingesetzt wurden, waren es 2012 fast 11%. Das bedeutet in absoluten Zahlen, dass heute 5,1-mal mehr in Bildung investiert wird als 2004, im Gesundheitswesen ist es 4,5-mal mehr.
Die logische Konsequenz dieses Prozesses, bei dem zum ersten Mal der Mensch vor dem Kapital kommt, ist die politische Stabilität des Landes. Dank dieses Prozesses haben wir eine Epoche schrecklicher juristischer und politischer Ungesetzlichkeit überwunden, denn von 1996 bis 2006 konnte kein Präsident die Amtszeit beenden, für die er gewählt wurde. Wir hatten sieben Präsidenten in zehn Jahren. Das ist etwas, das jedweden Bürger in der Welt überrascht. Die gegenwärige Regierung hat neun aufeinanderfolgende Wahlen gewonnen, darunter zwei Wiederwahlen bereits im ersten Wahlgang und drei Volksbefragungen, ein Beispiel direkter Demokratie. Wir erhalten die größte gesellschaftlche Zustimmung seit der Rückkehr zur Demokratie 1979. Bei den letzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen – am 17. Februar dieses Jahres – hat das ecuadorianische Volk mit mehr als 57% der Stimmen sein Vertrauen in uns bestätigt. Das sind fast 35 Prozentpunte Differenz zur zweitstärksten politischen Kraft und das bedeutet etwa drei Millionen Stimmen Vorsprung. Wir gewannen in 33 von 34 Wahlkreisen und haben jetzt 100 Abgeordnete von 137, also 73% der Parlamentarier mit Repräsentanten aus jedem Wahlkreis. Das heißt, dass es sich um ein wirklich nationales politisches Prejekt handelt mit einer in der ecuadorianischen Geschichte nie da gewesenen demokratischen Legitimität.

Wir möchten in Richtung einer anderen Wirtschaft voranschreiten, in der uns Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Sachverstand den Übergang erlauben von einer Wirtschaft nicht erneuerbarer Ressourcen, d.h. der Produktion und dem Export von Bodenschätzen, zu einer Wirtschaft der unbegrenzten Ressourcen auf der Grundlage des menschlichen Wissens und seiner potenziellen Fähigkeiten.
Wir wissen, dass wir, um die nächste wirtschaftliche Stufe zu erreichen, die Mängel, die wir noch bei der Fähigkeit, Wissen zu schaffen und anzuwenden, haben, überwinden müssen, um so Reichtum zu schaffen und das Lebensniveau aller unserer Einwohner zu heben. Deshalb hat sich das Land entschieden, einen großen Sprung zu machen und seine Ressourcen auf die strukturelle Stärkung der menschlichen Fähigkeiten zur Schaffung von Kenntnissen, Wissenschaft und Technologie zu richten. Das ist eine weitere der vor uns stehenden großen Herausforderungen.

Auf dieser Linie liegt das wichtigste Projekt in der Geschichte unseres Landes: Yachay. Es handelt sich um den ersten Komplex für wissenschaftliche Forschung mit Zentrum für technolgische Entwicklung Ecuadors und Lateinamerikas. Yachay wird eines der wichtigsten Zentren der angewandten Forschung in unserer Region sein.

Zusätzlich haben wir seit dem Beginn der Regierung der Bürgerrevolution unsere Studenten zur Ausbildung an die besten Universitäten der Welt geschickt und hierfür Stipendien vergeben und in die Finanzierung von Forschungsaktivitäten investiert. Unsere Berufung und Aufgabe ist die integrale Ausbildung unserer Bürger. Dafür verfügen wir auch über das Programm Prometeo, das sich an Forscher aus dem Ausland und Ecuadorianer, die im Ausland leben, wendet, damit sie zur Erarbeitung und Weitergabe wissenschaftlicher Kenntnisse in Ecuador beitragen.

Ein anderer Mechanismus beim Übergang zu einer anderen Wirtschaft und auch einer anderen Gesellschaft ist der global verantwortungsvolle Umgang mit unseren nicht erneuerbaren Ressourcen. Die Art und Weise der kapitalistischen Akkumulation hat eine beispiellose Umweltkrise hervorgerufen und wenn wir, die Regierungen der Welt, es jetzt nicht schaffen, sie gemeinsam zu verändern, werden wir mit dem unmittelbar drohenden Verfall der menschlichen Zivilisation und der Zerstörung der Ressourcen des Planeten konfrontiert sein.

Rechte der Natur

Der von Ecuador der Welt unterbreitete Vorschlag – bekannt als Yasuní-ITT – sieht zum ersten Mal vor, die Nettoemission von Kohlenstoff in die Atmosphäre zu verhindern, indem unsere wichtigsten Erdölfelder nicht ausgebeutet werden. Sie liegen im Nationalpark Yasuní (einem wunderschönen Naturreservat im tropischen Regenwald der ecuadorianischen Amazonas-Region). Ziel ist es, seine Biodiversität zu erhalten und die Völker zu schützen, die dort in selbstgewählter Isolierung leben; aber vor allem besteht das Ziel im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel. Mit der Umsetzung dieses Projektes könnten wir den Ausstoß von Treibhausgasen verhindern, die bei der Ausbeutung von etwa 846 Millonen Barrel Erdöl anfallen, wenn diese zu Treibstoff verarbeitet und in verschiedenen Gebieten des Planeten genutzt werden.

Ich habe versucht, die strukturellen Veränderungen zusammenzufassen, die in der ecuadorianischen Gesellschaft stattgefunden haben, und Ihnen zu zeigen, wie wir durch die Veränderung der Ideen außergewöhnliche Erfolge erreicht haben. Wir haben genau das Gegenteil von dem gemacht, was man immer bei der Umsetzung der durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) auferlegten Normen tat.

Krisenexperten

Es geht uns heute sehr gut, aber wir sind auch Krisenexperten, denn wir haben sie alle durchgemacht. Was Europa gerade erlebt, kennt Lateinamerika zur Genüge. Es gibt nichts Neues unter der Sonne, es ist wie ein Déjà-vu-Erlebnis. Wir haben eine lange “Schuldenkrise” durchlebt. Sie sollten nicht die gleichen Fehler begehen, die wir gemacht haben.

In den 1970-er Jahren und besonders ab 1976 begann Ecuador – und generell die lateinamerikanischen Länder – eine aggressive Auslandsverschuldung. Die „offizielle Geschichtsschreibung“ sagt, dass die ganze Verschuldung nur das Ergebnis unverantwortlicher und zerrütteter Regierungen war, die versuchten, ihre populistische Politik zu finanzieren, und dass die Ungleichgewichte durch das Modell der Importsubstituierung entstanden. In Wirklichkeit war die aggressive Verschuldung eine eigene Strategie, die von den üblichen internationalen Organismen abgesegnet und vorangetrieben wurde, und die in der Theorie eine Entwicklung durch Finanzierung mit hochrentablen Investitionen erreichen wollte, die in unterentwickelten Ländern übereichlich vorhanden seien und mit deren Rendite die eingegangenen Schulden ohne Weiteres zu bezahlen seien. In der Praxis nützte diese Strategie nur den Bedürfnssen des internationalen Groß- / Finanzkapitals, speziell der Notwendigkeit, die überschüssigen liquiden Mittel einzusetzen, die in der Ersten Welt durch die sogenannten Petrodollar existierten – enorme Geldmengen, welche die arabischen ölproduzierenden Länder in den Banken der entwickelten Länder besaßen. Die Petrodollar entstanden durch die hohen Erdölpreise ab 1974 infolge des Embargos der arabischen Länder gegenüber den Nationen, die Israel im Yom-Kipur-Krieg (Oktober 1973) unterstützten sowie durch die Konsolidierung der Organisation Erdölproduzierender Staaten (OPEC). Aus diesem Grund stiegen die in den transnationalen Banken angelegten Gelder von 82 Mrd. Dollar Anfang 1975 auf 440 Mrd. im Jahr 1980 an.

Angesichts der Notwendigkeit, so große Summen einzusetzen, betrachtete man zum ersten Mal die sogenannte Dritte Welt als Kreditsubjekt. So begann man Mitte der zweiten Hälfte der 1970er Jahre in Lateinamerika lange Schlangen internationaler Bankern zu beobachten, die jede Art von Krediten anboten, einschließlich solcher für laufende Ausgaben sowie für den Kauf von Waffen durch Militärdiktaturen, die zu dieser Zeit in vielen Ländern Lateinamerikas regierten. Mehr noch, diese bemühten Banker, die vorher nicht einmal als Touristen in die Region kamen, schleppten immer wieder volle Koffer mit Schmiergeld an, damit die korrupten Funktionäre Darlehen für jeden Unsinn akzeptierten, während die internationalen Organisationen und Entwicklungsagenturen immer wieder die unheilvolle Idee verkauften, dass es sinnvoll sei, sich zu verschulden.

Diese sogenannte „aggressive Verschuldung“ dauerte bis zum Freitag, den 13. August 1982, als sich Mexiko wegen der durch eine schlechte makroökonomische Politik angehäuften unnachhaltigen Ungleichgewichte nicht mehr in der Lage sah, seine Auslandsschulden weiter zu bedienen. Als Folge der Insolvenz Mexikos litt ganz Lateinamerika unter der Beendigung der Vergabe von internationalen Krediten, zudem an einer schonungslosen Erhöhung der Schuldenzinsen. Dies war das Ergebnis des erhöhten Risikos der Kreditvergabe in der Region, aber auch Folge der enormen Erhöhung der Zinsen der Federal Reserve (Zentralbank der USA) seit 1981, die dadurch den Druck der Inflation, Ergebnis der Politik Ronald Reagans, eindämmen wollte. So erreichten die Kredite, die zu Beginn mit einem zwischen vier und sechs Prozent schwankenden Zinssatz vergeben waren, Zinssätze von bis zu 20 Prozent.

Um die Schwere der Krise am Beispiel von Ecuador zu illustrieren, ein Land das außerdem unter dem Absturz des Ölpreises litt – seit 1972 ein erdölexportierendes Land – sank in der Zeit von 1981 bis 1990 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner um 5,7 Prozent und damit auf das Niveau von Mitte der 1970-er Jahre. Bis zum Ende der 1980-er Jahre sank der Investitionskoeffizient bezüglich des BIP um 14%, von denen lediglich drei Prozent öffentliche Investitionen waren.

Schließlich verursachten der Verfall der Ölpreise, die Erhöhung der internationalen Zinssätze und die Einstellung der Vergabe von internationalen Krediten nicht nur die Beseitigung der Quellen für das Wachstum der Wirtschaft Ecuadors, sondern auch einen gigantischen Transfer von Ressourcen ins Ausland als Ergebnis der Bedienung der Auslandsschulden und den Verfall der Tauschwerte im internationalen Handel (terms of trade). Abgesehen davon, dass allein durch den Schuldendienst in dieser Zeit 2 Milliarden Dollar ins Ausland gingen und dass die Versorgung mit Frischgeld durch internationale Banken nicht möglich war, verdreifachten sich die Auslandsschulden annähernd von 4.415,8 Millionen (4,4 Mrd.) Dollar im Jahr 1981 auf 12.051,9 Millionen (12 Mrd.) Dollar im Jahr 1990. Verursacht wurde dies vor allem durch die Refinanzierung und Kapitalisierung der Verzugszinsen. Es gilt hervorzuheben, dass dies ein regionales Phänomen darstellte und dessen ungeachtet führte Lateinamerika in den achtziger Jahren einen Nettotransfer von 238 Milliarden Dollar an seine Gläubiger durch. Die Auslandsschulden der Region stiegen von 228 Milliarden Dollar im Jahr 1980 auf 442 Milliarden Dollar im Jahr 1990. Mark Twain sagte einmal, dass ein Banker ein Typ sei, der dir einen Regenschirm leiht, wenn die Sonne scheint, und ihn dir wegnimmt, wenn es zu regnen beginnt…
Trotz der offensichtlich geteilten Verantwortlichkeit – ich erinnere daran, dass Kredite für die Bewaffnung von Militärdiktaturen ohne jegliche demokratische Legitimierung vergeben wurden – reduzierten die Länder des Zentrums der Weltwirtschaft, die internationalen Bürokratien wie IWF, Weltbank, Internationale Entwicklungsbank und selbstverständlich die internationalen Banken, das Problem auf die „Überschuldung“ der Länder (overborrowing), ohne jemals ihre Verantwortung anzunehmen bezüglich der offenkundig entsprechend übermäßigen Kreditvergabe, das overlending.

Dutzende Anpassungsprogramme und Absichtserklärungen wurden vorgebracht, vor allem durch den IWF angeordnet, aber auch von den lateinamerikanischen Regierungen fügsam angenommen. Dies bedeutete Haushaltsdisziplin, Erhöhung der öffentlichen Gebühren, Privatisierungen und so weiter. Wie jetzt in Zypern. Die letzte Absichtserklärung Ecuadors und die Bezahlung der Auslandsschulden suchte nicht den möglichst schnellen Ausweg aus der Krise, die Rückkehr zum Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern garantierte nur den Schuldendienst. Die Rettungsprogramme des IWF zielten darauf ab, die Schulden aufrechtzuhalten. Einerseits gaben sie den verschuldeten Ländern Millionen von Dollar, die das jeweilige Land aufgrund der Strukturanpassungsmaßnahmen nicht zum Wohlergehen der Menschen und der Wirtschaft nutzen konnten, sondern nur für die Bezahlung der privaten Schulden. Schließlich blieb das Land bei den internationalen Bürokratien verschuldet, aber die Schulden hatten sie bei den privaten Banken bezahlt; ganz so wie Joseph Stiglitz es einmal konstatierte.

Faktoren der Krise in der Europäischen Union, die sie mit der ecuadorianischen Krise gemein hat Heute ereignet sich praktisch das gleiche in Europa, es werden die gleichen Fehler begangen: Es werden keine „Strategien“ der aggressiven Verschuldung propagiert, wohl aber eine angebliche ökonomische Wissenschaft, die den aktuellen Machthabern Argumente liefert für die Fähigkeit und Effizienz der Märkte zur Eigenregulierung. Um ein Beispiel zu nennen: Auf diese Weise liehen die europäischen Banken Griechenland Geld, „ohne zu merken“, dass das Staatsdefizit 2,5-mal höher war als das erklärte Staatsdefizit (6% bzw. 15,4%). Erneut gibt es ein Problem des overborrowing, ohne dass das entsprechende overlending berücksichtigt würde, um so als Konsequenz die entsprechende Verantwortung nicht zu übernehmen.

Ab 2010 bis Dezember 2012 weisen die Eurozone und die 27 Staaten der Europäischen Union einen Rückgang in ihrer Wirtschaftskraft auf. In diesem Zeitraum stieg die Arbeitslosigkeit in alarmierender Weise. Vier Millionen Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und mehr als 6 Millionen Jugendliche können in ihren eigenen Ländern keinen Arbeitsplatz finden.

Während die Krise mit aller Kraft die Staaten erreicht, wird immer weiter nach den orthodoxen Rezepten verfahren. Im Zeitraum 2009 bis 2012 haben Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien ihre Staatsausgaben um 5,2 % reduziert. Dadurch wurden in gravierender Weise die Bereiche Bildung und Gesundheitswesen in Mitleidenschaft gezogen. Um nur ein Beispiel zu nennen: In den öffentlichen Krankenhäuser in Spanien muss das Tafelwasser für die Kranken von den Familienangehörigen bezahlt werden.

Diese Angaben scheinen auf einen relevanten Mangel an Ressourcen hinzuweisen. Sie verlieren jedoch ihren Sinn, wenn sie mit den Maßnahmen verglichen werden, mit denen die Besitzer und Manager der Banken gerettet werden. Bis zum heutigen Tag wurden 570 Milliarden Euro für die „Rettung“ des Finanzsektors bereitgestellt. In Portugal, Griechenland und Irland übersteigen diese „Rettungsmaßnahmen“ den Gesamtbetrag der Löhne und Gehälter von allen Beschäftigten in diesen Staaten.

Im Kontext dieser Analyse möchte ich eine besondere Bemerkung zum Fall Zyperns machen, weil dieses Land sehr schwerwiegend von der Krise betroffen ist. Wie immer beginnt das Problem mit einem nicht regulierten Finanzsektor. Die großen zypriotischen Banken, also die Bank of Cyprus und die Laiki Bank, vergaben umfangreiche Kredite insbesondere an Griechenland. Als diese Blase 2012 platzte, war durch das schlechte Finanzmanagement die gesamte Volkswirtschaft betroffen mit allen Konsequenzen für die Menschen. Im März 2013 gewährte die sogenannte Troika, bestehend aus dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Kommission, ein Rettungspaket von 10 Milliarden Euro, das gekoppelt war an ein Wirtschaftsprogramm, das traurigerweise mit den Absichtserklärungen übereinstimmt, die der IWF über zwei Jahrzehnte lang den Ländern unseres Lateinamerika aufgezwungen hat.
Die politischen Maßnahmen, die diese Institutionen mit Zypern vereinbart haben, stellen ein Déjà-vu-Erlebnis dar: Abbau im öffentlichen Sektor, Verringerung der Rentenansprüche für Beschäftigte im staatlichen Sektor, Privatisierung der strategischen staatlichen Unternehmen, Maßnahmen der Reduzierung staatlicher Ausgaben bis 2018, Verringerung der sozialen Ausgaben, Verabschiedung von Gesetzen für den Umgang mit den Finanzkrisen, Einrichtung eines „Fonds für finanzielle Stabilisierung“ mit dem Ziel, die Probleme der Banken und ihrer Besitzer zu lösen und weiterhin das Einfrieren von Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro sowie das Einziehen und Überschreiben höherer Beträge.

Niemand bezweifelt, dass Anpassungsmaßnahmen erfolgen müssen und keiner bezweifelt, dass schwerwiegende Grundfehler korrigiert werden müssen, wenn das Produktivitätsgefälle nicht im Einklang steht mit den Differenzen von Gehältern und Löhnen. Aber es bezweifelt ebenso niemand, dass im Wesentlichen die Zahlung der Schulden für Privatbanken angestrebt wird – und nicht das schnellstmögliche Überwinden der Krise mit den geringsten Kosten für die Bürger. Was nun die internen Finanzprobleme angeht, so gestatten sie mir, das Beispiel Spanien kurz anzuführen: Überschuss an Liquidität, Immobilienblase, Hypotheken und Zwangsräumungen von Wohnungen, die schlechteste aller erdenklichen Welten, eine ruinierte Wirtschaft…
Wir sind, ich wiederhole es, Krisenexperten. Ecuador hat 1999 eine ähnliche Erfahrung gemacht, als es eine der schlimmsten wirtschaftlichen Krisen seiner Geschichte erlebte, als sich das BIP pro Einwohner um 7,6% reduzierte. Die wichtigste Ursache dafür war die finanzielle Liberalisierung während des Höhepunktes des neoliberalen Fundamentalismus der Amtszeit des Architekten Sixto Durán Ballén durch die Verabschiedung des Allgemeinen Gesetzes über die Institutionen des Finanzsystems durch den Nationalkongress am 25. Mai 1994. Die Kontrolle der Banken wurde erheblich reduziert, was zu einer sehr schlechten Finanzpolitik, zu abhängigen Krediten und Mangel an Reserven führte. Die Dollarisierung im Jahr 2000, Auswanderung und weitere Konsequenzen der Krise folgten – im Anschluss emigrierten zahlreiche Ecuadorianer; Kinder blieben ohne Eltern in Ecuador zurück und es entstand ein bislang unbekanntes Phänomen, der Suizid von Kindern.

In Spanien erfolgen jeden Tag 517 Zwangsräumungen von Wohnungen. 34% der Selbstmorde sind dadurch verursacht. Es ist unvorstellbar, dass nichts getan wird zum Schutz des Lebens der Bürger, sehr wohl aber einige wenige Banker gerettet werden.
Zur Zeit sind 10.000 in Spanien lebende Ecuadorianer von Prozessen zur Zwangsräumung betroffen. Tausend unserer betroffenen Bürger wurden bereits von unserer Regierung kontaktiert, um sie über Rechtsfragen zu beraten. Wir haben 80 Fälle vorbereitet, um juristische Schritte gegen Banken mit missbräuchlichen Arbeitsmethoden einzuleiten, die unsere Auswanderer veranlassten, illegale Vertragsklauseln in die Hypothekenverträge aufzunehmen.

Einigen Mythen muss ein Ende bereitet werden
Die sich hinter der Unabhängigkeit der Zentralbanken verbergende politische Ökonomie. Es hat sich gezeigt, dass die neue Autonomie der Zentralbanken fatal wirkt bezüglich der Bekämpfung der Wirtschaftskrise. Mit der Autonomie der Zentralbank verzichtete die Exekutive nicht nur auf die effektivste Politik der Stabilisierung, sondern sie verzichtete praktisch auch auf die – zumindest kurzfristig – einzige verfügbare Politikoption, über die sie verfügte. Die Auswirkungen dieser Reformen waren noch erheblicher, verfügte doch sogar noch vor der Dollarisierung die Leitung der Zentralbank in makroökonomischen Fragen über eine höhere Machtbefugnis als der Präsident der Republik. Die Regierung war sogar direkt von der Zentralbank abhängig, da sie der wichtigste Betroffene von jeder Währungsabwertung oder Veränderung des Zinssatzes war, ganz besonders angesichts der hohen internen Verschuldung und Auslandsverschuldung des Zentralstaats.

Die Mode der autonomen Zentralbanken wurde zu Beginn der 1990-er Jahre propagiert auf der Grundlage von empirischen Untersuchungen, die angeblich belegten, dass diese unabhängigen Institutionen bessere makroökonomische Entwicklungen ermöglichen (Alesina und Summers, 1993). Die theoretische Begründung dieser „empirisch belegten Tatsache“ war der Hinweis, dass so die Zentralbanken technisch handeln konnten, fernab von schädlichen „politischen“ Einflussnahmen. Mit dieser Argumentation könnte man auch die Autonomie der Finanzministerien fordern…

So wurde die Wirtschaftspolitik, unabhängig davon, dass sie eben Politik darstellt, über Nacht in eine rein technische Angelegenheit umgewandelt, die ausschließlich von makellosen und höchstbezahlten Bürokraten geleitetet wurde, die nicht einmal einer demokratischen Kontrolle bedürften. Die Weltbank beobachtete wie immer aufmerksam jede funktionale Veränderung der herrschenden Paradigmen und organisierte sofort Seminare in ganz Lateinamerika, um die neuen „Entdeckungen“ zu propagieren und die Unabhängigkeit der Zentralbanken der Region einzufordern. Innerhalb weniger Monate erreichten sie die Autonomie der meisten Zentralbanken der Region. Natürlich war dies eine „Autonomie“ von den Völkern und deren Gesetzen, denn andererseits unterwarfen sie sich absolut dem Willen der Bürokratien des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Nebenbei sei angemerkt, dass die Mehrheit der leitenden Direktoren dieser lateinamerikanischen Zentralbanken ihre letzten aufopferungsvollen Arbeitsjahre in diesen Institutionen verbringen, ausgestattet mit reichlichen Gehältern, die sie zusätzlich zu den hohen Ruhestandsbezügen erhalten, deren Höhe häufig sogar noch von ihnen selbst in Ausübung ihrer „Autonomie“ festgelegt worden war. In Ecuador okkupierte das Büro des IWF eine ganze Etage der Zentralbank, ohne Miete dafür zu zahlen.

Hierzu schrieb Ecuador die Makroökonomie ein weiteres Mal um und zerstörte Mythen: Die intensivste makroökonomische Instabilität erfuhr das Land unmittelbar nach der Einführung der Autonomie der Zentralbank und es zeigte sich klar und deutlich, dass die dermaßen aufgeblähte Unabhängigkeit kein Bestandteil der Lösung, sondern eindeutig Teil des Problems war.

Die Kontrolle der Inflation als Beginn und Ende der Wirtschaftspolitik. Entsprechend den herrschenden Paradigmen war die Stabilität der Preise die notwendige Bedingung – der neoliberale Fundamentalismus machte daraus später eine hinreichende Bedingung – für die wirtschaftliche Entwicklung durch adäquate Zuordnung von Ressourcen durch nationale und internationale Märkte. Bedauernswerterweise führte diese Betonung der Inflationskontrolle zu einer Verwechselung von Mitteln und Zielen, denn die Minimierung der Inflation wurde zum zentralen und sogar ausschließlichen Ziel erklärt. Andere Ziele wie Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen wurden vernachlässigt und oft sogar geopfert zugunsten der Makrostabilisierung der Preise.

Alle zentralen Regierungen in Lateinamerika richteten für die monetäre Politik autonome Zentralbanken ein, die ausschließlich auf die Kontrolle der Inflation ausgerichtet waren, obwohl es keine belastbaren Hinweise auf eine positive Korrelation zwischen höherer Unabhängigkeit der Zentralbank und höheren Wachstumsraten gibt.
Im Gegenteil: Von den Zentralregierungen abhängige und dem Wachstum verpflichtete Zentralbanken spielten eine grundlegenden Rolle bei der Entwicklung von Ländern wie Japan und Südkorea. Bis in die 1970-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das zentrale Anliegen der Federal Reserve (Zentralbank der USA), die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Sicherung des wirtschaftlichen Wachstums. Angesichts der durch den Vietnam-Krieg bedingten inflationären Prozesse und nach Überwindung des Traumas der Großen Wirtschaftskrise wurde erst im Jahr 1977 in einem Ergänzungsantrag explizit als grundlegende Aufgabe der FED die Sicherung eines möglichst hohen und nachhaltigen Niveaus der Produktion und der Beschäftigung festgelegt und ergänzend die Sicherung der Stabilität der Preise gefordert.

Andererseits kann der Verlust der Handlungsfähigkeit der Regierung, bedingt durch eine von der Zentralregierung vollständig unabhängigen Zentralbank – ein extrem wichtiger Faktor in Lateinamerika – wesentlich größere Auswirkungen haben als die angeblichen Vorteile der größeren Unabhängigkeit. In Wirklichkeit ist die Verhinderung einer hohen Inflation wichtig für das Wachstum, aber die Minimierung der Inflation führt nicht zu mehr Wachstum. Dies ist der beliebteste Fehler der orthodoxen Wirtschaftswissenschaftler: Die den Fakten nicht entsprechende Logik, dass, wenn eine hohe Inflation unbestritten schlecht ist, es umso besser sei, je geringer die Inflation ist. Wie schrecklich müsste es sein, wenn diese Art von Wirtschaftswissenschaftlern Ärzte wären, denn sie wären zu der hervorragenden Schlussfolgerung gekommen, dass wenn Fieber schlecht ist, eine möglichst geringe Körpertemperatur am besten wäre!
In Wirklichkeit hat eine geringe und entsprechend vorhersehbare Inflation weder theoretisch noch empirisch belegbar relevante Auswirkungen auf das Wachstum und auf die Distribution und dies noch viel weniger, wenn angemessene Kompensationen wie die Anpassungen von Löhnen und Gehältern erfolgen. Wem also nützt eine derartige Politik? Um diese Frage zu beantworten, ist es notwendig, darauf hinzuweisen, dass es nur einen praktisch unvermeidbaren Nachteil bei der Inflation gibt, selbst wenn diese gering und vorhersehbar ist: Der Wertverlust von im Umlauf befindlichen Aktivposten. Dazu ein Beispiel: Wenn jemand über 100 Euro verfügt und ein Kilo Kartoffeln kostet 1 Euro, dann bedeutet dies, dass er 100 kg Kartoffeln kaufen kann. Wenn dann die Inflation 10% beträgt und ein Kilo Kartoffeln somit 1,10 Euro kostet, dann bedeutet dies, dass diese Person ungefähr 90 kg Kartoffeln kaufen kann. Es muss angemerkt werden, dass dieser inflationsbedingte Verlust jene betrifft, die über liquide Mittel verfügen, aber keinen Nettoverlust für die Gesellschaft impliziert, denn tatsächlich bedeutet dies einen Transfer von Ressourcen an die zentrale staatliche Institution, die für die Währung verantwortlich ist. Dieses Phänomen ist bekannt als Inflationssteuer. Man stelle sich das Geld vor als eine Verpflichtung der sie herausgebenden Institution. Jetzt ist die Institution verpflichtet, auf die gleiche Menge Geld mit weniger realen Werten zu antworten. Anders gesagt: Wer verfügt jetzt über die 10 kg Kartoffeln? Die Regierung.

Man stelle sich vor, wie groß der Verlust für die Besitzer verfügbarer liquider Mittel ist, wenn wir nicht über 100 Euro sprechen, sondern von Milliarden Euro. Welcher Sektor der Wirtschaft verfügt über liquide Mittel in solcher Höhe? Der Finanzsektor. So handelt es sich überwiegend um den Finanzsektor der Wirtschaft – welcher umfangreiche liquide Aktiva besitzt – der sich mit der Inflation tendenziell dekapitalisiert. Dies belegt erneut, dass die in Lateinamerika durchgeführte Wirtschaftspolitik, die jetzt leider auch in Europa durchgeführt wird, grundlegend darauf gerichtet war, das Finanzkapital zu schützen; unabhängig davon, was für Kosten dies für die anderen Akteure der Wirtschaft und für die Volkswirtschaft insgesamt verursacht.

Die Kosten der Hooverschen Politik

Die ausschließliche Priorität der Stabilisierung der Preise als Ziel der Wirtschaftspolitik bedeutete in der Praxis auch den Verzicht auf eine Fiskalpolitik, die ausgerichtet ist auf die umfassende Nutzung aller Ressourcen durch die Wirtschaft. So verwandelte sich die Fiskalpolitik in eine prozyklische Politik. Das bedeutete anstatt einer Linderung eine Verschärfung von Phasen der Rezession und Arbeitslosigkeit angesichts des Bemühens um hohe Haushaltsüberschüsse unabhängig von der Situation der Realwirtschaft. Mit ihr wird versucht, die Gesamtnachfrage zu kontrollieren, um die Inflation zu verringern, aber auch – und wahrscheinlich in erster Linie – um Ressourcen mit dem Ziel freizusetzen, den öffentlichen Schuldendienst zu bedienen.
Paradoxerweise wurde diese Fiskalpolitik vom Internationalen Währungsfonds (IWF) propagiert. Er hat diese Politik sogar aufgezwungen. Diese 1944 auf der Grundlage der Konzepte des bedeutenden englischen Ökonomen John Maynard Keynes geschaffene Institution, deren Ziel in dem Lockern der finanziellen Restriktionen der nationalen Regierungen bestand, um eine antizyklische Politik durchzuführen und das Niveau der globalen Gesamtnachfrage stabil zu halten. Der IWF ist längst nicht mehr die Institution von Bretton Woods, ausgerichtet auf die keynesianische Politik der Stabilisierung der internationalen Nachfrage, sondern lediglich der Wachhund des internationalen Finanzkapitals. Der IWF ist kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems und die Menschen müssen sich dessen bewusst sein.

Es ist unbestritten, dass der Fortschritt der Nationen nicht erreicht werden kann durch die Vernichtung von Arbeitsplätzen, durch die Verringerung der Produktion, durch die Zerstörung von Hoffnungen und der sozialer Kohäsion. Dies entspricht einer Hooverschen Politik, so bezeichnet in Anlehnung an den US-Präsident Hoover, der zu Beginn der Großen Depression Nordamerikas in den 1930-er Jahren mit derartigen Maßnahmen die Krise verschärft hatte.

Schlussfolgerungen

Ich befürchte, dass ich Sie enttäuschen werde, denn in meinen Schlussfolgerungen werde ich weder komplizierte mathematische Formeln noch unrealistische aggregierte Produktionsfunktionen vorstellen. Sprechen wir über Politik. Warum wird nicht das Selbstverständliche getan? Und mehr noch: Warum wird gerade das Gegenteil gemacht? Die Antwort lautet Macht. Das Problem ist nicht technischer Natur, sondern die Politik.

Ich bin der Überzeugung, das das schlimmste, was man der Wirtschaft angetan hat, darin besteht, dass man ihr die ursprüngliche Bedeutung als Politische Ökonomie entzogen hat. Man hat uns dazu gebracht, alles als eine technische Frage zu betrachten. Man hat Ideologie als Wissenschaft verkleidet und als von den Fragen der Macht innerhalb einer Gesellschaft abstrahiert wurde, wurden wir entbehrlich – wie es bereits John Kenneth Galbraith sagte…

Die europäischen Potenziale sind intakt. Sie verfügen über das Wichtigste: menschliche Fähigkeiten und Entwicklungspotenzial, Produktionsmittel, Technologie. Es ist keine reale Krise, es ist eine Finanzkrise – es gibt Probleme der Koordination. Die Form der Koordination, die analysiert werden muss, ist jene der makroökonomischen Politik und besonders der Geldpolitik.
Warum wird nicht das Selbstverständliche getan? Das Kapital will nicht verlieren. Alles soll dem Finanzkapital gemäß geschehen. Die Machtverhältnisse stehen zugunsten des Kapitals – ideologisches Getöse ist festzustellen. Die Menschen glauben, dass „es so sein muss.“ So muss es aber NICHT sein. Bei aller Bescheidenheit: Das haben wir in Ecuador gezeigt. Es ist ein Problem der Politischen Ökonomie: Wer in der Gesellschaft entscheidet, die Menschen oder das Kapital.

Die Herausforderung: Menschen sind wichtiger als das Kapital, Gesellschaften sind wichtiger als Märkte. Auf der Ebene der Wirtschaftswissenschaften: Rückkehr zur Politischen Ökonomie, Befreiung der realen Ökonomie von der Unterjochung durch die Finanzwirtschaft; Gesellschaften mit Märkten, nicht für Märkte. Dies ist die größte Herausforderung für all die jungen Menschen: Gesetze festzulegen, damit das Gerechte, wie es bereits Thrasymachos vor mehr als dreitausend Jahren sagte, nicht nur dem Stärksten zuträglich sei.

Hier die Spanische Version zum herunterladen!

 


EL PUEBLO PEMÓN DE VENEZUELA EXIGE LA DEVOLUCIÓN DE KUEKA

EL PUEBLO PEMÓN DE VENEZUELA EXIGE LA DEVOLUCIÓN DE LA PIEDRA SAGRADA “LA ABUELA KUEKA”, QUE SE ENCUENTRA EN UN PARQUE DE BERLIN

LA PIEDRA SAGRADA “LA ABUELA KUEKA”

LA PIEDRA SAGRADA “LA ABUELA KUEKA”
EN BERLIN – Foto.- Walter Trujillo Moreno

Esta piedra sagrada pesa treinta toneladas y mide doce metros cúbicos, una roca de jaspe, parte del Macizo Guayanés, que abarca el setenta por ciento del “Parque Nacional Canaima”. En 1994  el parque fue declarado Patrimonio Natural de la Humanidad  por la UNESCO, esta ubicado en el sureste de Venezuela.

Parque Nacional Canaima

Parque Nacional Canaima

La piedra fue donada en 1998 durante la presidencia de Rafael Caldera al artista plástico alemán Wolfang von Schwarzenfeld, él tenía los permisos: del Min. del Ambiente, del parque, de la guardia nacional, de todos; menos el permiso de la comunidad. A pesar de la resistencia de las comunidades indígenas, el cierre de carreteras, para evitar que la piedra fuera sacada de su lugar inicial, sin éxito.
La Kueka fue traslada por Schwarzenfeld a Berlín, lo hizo con sus propios recursos. Ahora  forma parte de su instalación escultórica denominada “Global Stone” en el parque municipal berlinés Tiergarten, supuestamente para  “activar energías y crear la Paz en el mundo”.

a la Kueka se  la llevaron en un camión grande

Transportando a la Kueka

El pueblo Pemón vive en  la frontera con Guyana y Brasil, en el Parque Nacional Canaima, son cerca de 75000 habitantes y se encuentran distribuidos en Venezuela y Brasil. Un pueblo reservado pero poseedor de su propia cultura, su idioma es “el Pemón (existe la Gramática y un Diccionario de la Lengua Pemón), con tres dialectos: taurepán, arecuna y Camaracoto”. Practican la medicina natural y tienen una tradición mitológica muy rica, a pesar de la influencia negativa del catolicismo y el protestantismo. Dentro de sus mitos de la creación: esta el origen del Sol y de la Luna, la creación del Monte Rorarima o Dodoima.

La abuela Lucia en idioma pemón cuenta que la pareja  Kueka (María) y  Taure Pam (Juan José) de diferentes grupos culturas, se enamoraron, el amor de personas de culturas diferentes estaba prohibido, no les importo; a pesar de la prohibición decidieron huir para casarse, cuando estaban muy lejos les encontró el héroe creador “Makunaima”, les maldijo, soplo una oración al viento  y les convirtió en piedra, quedaron abrazados para siempre, desde entonces viven juntos”.  Para los Pemón esas piedras son muy respetadas, sus abuelos, dos reyes,  “a la reina se la robaron, ahora la reina esta allá”
…. en Alemania!

… Lucia cuenta que a la Kueka se  la llevaron en un camión grande y viajo rumbo a Alemania, “yo no podía decir nada, porque solo hablo la lengua pemón, el científico dijo que todo era legal”, sin embargo la abuela se quedo muy triste y preocupada; se preguntaba porque se la llevan, “… es que la quieren para pintarla y ponerla en un monte, tiene algo muy valioso o quieren hacerse ricos con la piedra….”

Cuenta que sus abuelos les prohibían tocar a las piedras y les decían que si las tocan; les caería rayos, centellas y  vientos fuertes; finaliza diciendo, por eso las “respetábamos bastante ” Los habitantes de Pemón cuentan que después de que se llevaron a la Kueka se inundo la zona de Vargas, se cayo el cerro sobre las casas y hubo muchos muertos. Se desorientaron las estaciones para la pesca y para la recolección de frutos. “No queremos que nos sigan pasando cosas malas, la naturaleza esta reclamando sus derechos”. El 21 de junio de 2012 exigió Italo Pizarro, dirigente  de la nacionalidad pemón junto con una comisión del pueblo Pemón  a la Embajada de Alemania en Caracas el retorno de la Kueka.

La Asamblea Nacional  de Venezuela apoya con unanimidad el regreso del patrimonio ancestral.

Pizarro dirigente de la Comunidad manifiesta, “nosotros sabemos que es un asunto diplomático entre Venezuela y Alemania, tampoco estamos peleando contra el gobierno, solo reclamamos nuestros derechos”. La devolución de la piedra a Venezuela tiene sus bases en los artículos 119, 120 y 121 de la Constitución Bolivariana de 1999, “donde se expone el derecho que tienen los pueblos indígenas de mantener y desarrollar su identidad étnica y cultural, cosmovisión, valores, espiritualidad y sus lugares sagrados y de culto”.

Para los pueblos ancestrales la naturaleza es un Sujeto de derechos y no se la puede maltratar ni descuidar. Ellos se preguntan “que hacer cuando caen rayos y hay tormenta, y, el abuelo reclama, quizá tendríamos  que traer a un sujeto de Alemania, pintarle y maltratarle como lo han hecho con nuestra Kueka; seguro que si hacemos eso, inmediatamente reclamarían y protestarían contra nosotros”.

Para muchos pueblos ancestrales los elementos de la  naturaleza son la continuación de sus dioses. La Nacionalidad Pemón dice  “estamos esperando que nuestros sueños se cumplan, que la Abuela regrese, ella es parte de Nosotros”.

Chamán del pueblo Pemón

Chamán del pueblo Pemón

El presidente del Instituto de Patrimonio Cultural de Venezuela, Raúl Grioni señaló “que el gobierno de Alemania tiene la intención de devolver la piedra, pero exigen una retrodonación (una piedra idéntica a cambio), a esta petición se une un grupo de parlamentarios alemanes conscientes de la causa del pueblo Pemón de Venezuela.

Los  pemones dicen “ la extracción de la piedra fue un secuestro de un miembro fundamental de nuestra comunidad, la “guardiana” de la gran sabana, ligada a nuestra cosmogonía, esta diosa representa la relación con las fuerzas de la naturaleza. Al estar Kueka lejos de su hogar, la naturaleza se comporta diferente”.

“Después de 15 años la Comunidad de Santa Cruz de Amapauri
sigue esperando que se haga justicia”

Artículo por Walter Trujillo Moreno, Berlín, Mayo 2013

FUENTES DE CONSULTA:

http://www.correodelorinoco.gob.ve/multipolaridad/alemania-tiene-intencion-devolver-piedra-kueka-a-venezuela/

http://www.corneta.org/no_121/piedra_kueka_abuela_regresa_a_venezuela.html / las fotos fueron tomadas de esta Página

http://www.venezuelatuya.com/parques/canaima.htm

http://www.ipc.gob.ve  /  Instituto de Patrimonio Cultural de Venezuela

http://etniapemon.blogspot.de/  Mundo Astronómico de la Etnia Pemón

https://sites.google.com/site/idiomapemon/ Idioma Pemón
http://www.avn.info.ve/contenido/pueblo-pem%C3%B3n-agradece-esfuerzo-gobierno-bolivariano-para-recuperar-piedra-sagrada

——–xxxxxx———

UNA/LA REINA EN EL EXILIO

La reina en el exilio forzado,
soportando miradas ofensivas,
caricias indeseadas,
frases y mensajes raros.

Prisionera en la gran sabana,
encerrada con cuerpo y alma,
en el rosa de un *jaspe rouge

El paraíso *Canaima es tu jaula de oro,
tus lágrimas son el salto del *Àngel,
el mirador de tus visiones el *Auyantepuy,
paraje de dioses,
montaña inalcanzable.

Cuando lloras calla todo el universo.

El amor prohibido,
es el sentimiento más allá de la muerte,
el centro de la Galaxia,
su Dios  Makunaima,
un mago;
sus bendiciones son la maldición de  no separarte nunca de tu más amado,
vives  encerrada en el corazón de un piedra preciosa.

En tu mundo emocional están suspendidos,
tus mejores instantes,
presos tus primeros besos,
grabado la fusión de dos cuerpos y dos almas.

Celosa y caprichosa,
no admites acaricias o arrullos,
reaccionas como Zeus ofendido,
explosionas en rayos y centellas,
cuando te sientes sola,
lloras lagos, ríos y males.

Eres Diosa posesiva,
cansada del exilio,
harta de ser devorada,
molesta de las miradas trilladas,
hastiada de las ideas extraviadas.

Por Walter Trujillo Moreno, Berlín, Mayo 2013

*Jaspe rouge .- es una roca sedimentaria, el jaspe monocromático es muy raro.
A esta piedra se la menciona  en las historias de Alejandro Magno, Plinio el Viejo, de los alquimistas, en la Divina Comedia del poeta Dante Alighieri, en el Antiguo y Nuevo Testamento.
*El Salto Angel (Kerepacupay Vená), tiene 1.000 metros, la caída de agua más alta del mundo,
cae de  la cima del Auyantepuy, se encuentran en el Parque Nacional Canaima.
*Dios y héroe creador “Makunaima”


CHAMANISMO UNA TERAPIA MÀGICA

La palabra „Shamanismus“ tiene un origen Tungus-Siberiano que significa: HOMBRE-DIOS-MEDICINA. Donde el Chaman es el ejecutante que utiliza las bondades de las „plantas de poder“ y las fuerzas espirituales.

El Shamanismo es una medicina espiritual  sus recursos y técnicas como el „éxtasis shamánico“, son conocidas en muchas culturas, a pesar de la diferencia geográfica, modo de ver el mundo, filosofía, conceptos. El Shamanismo tiene mucho que ver con la espiritualidad y los conocimientos religiosos de los pueblos.

El „ritual shamánico“ para la activación de la conciencia y el éxtasis shamánico (ES) es alcanzado a partir de diversos métodos y prácticas o con la ayuda de „plantas de poder“. Por ejemplo dentro de los esquimales alcanzan el „ES“ con la ayuda del hongo „amanitas muscaria“. En la selva amazónica con la Ayahuasca „Banisterosis Caapi“, „floripondio“, „tabaco“, etc. En México con el cactus „peyote“ .En los Andes con el cactus „san Pedro“ „Trichocereus Pachanoi“. Los Indios Huichol de Estados Unidos con el flagelo hasta la pérdida de la conciencia. En Africa con la percusión de sonidos monótonos o del baile sin interrupción. A pesar de que el Shamanismo es una medicina espiritual, no es ninguna religión, las prácticas shamánicas están basadas en los valores y categorías de creencia del Chaman.

Las experiencias arquetípicas de la „Conciencia Shamánica“ pueden tener diferentes formas de interpretación, dependen de la visión que se tenga, ya sea esta animista, budista, cristiana. Los Animistas buscan la relación con sus formas naturales, dándoles un lugar dentro de sus vidas, costumbres y de su espacio existencial. El Chaman dentro del animismo no sólo juega un rol espiritual, sino el rol de jefe social, religioso y político. Los Budistas buscan la „liberación“ del mundo material, de la ilusoria individualidad, y se refugian en el mar de la impersonalidad trascendental, para conseguir la felicidad del espíritu, algo así como la verdad infinita, la luz infinita, descrita como el „Nirvana“ ó el „Dharmakaya“ en los textos Vedas.

Los Cristianos buscan una relación de amor e íntima con Dios, una relación personal con todo lo existente.

El estudio de los clásicos en el campo del Shamanismo como C. Castañeda, G. Basson,  R. Dolmatoff, D.Sharon, etc me dieron la base teórica necesaria para ubicarme correctamente dentro de los principios shamánicos, comprender el significado del lenguaje mágico, del „éxtasis shamánico“ del „viaje estático“, etc. Su valor curativo, lo trascendental de esta práctica empezé a valorarla cuando me introducí a estudiar el significado de los „Mantas Védicos“, los „Versos Biblicos“, Los „Icaros“, „el lenguaje secreto“ propio de cada Chaman , que es el responsable de los milagros curativos que suceden en el Shamanismo.

Indudablemente con el ritual shamánico se pretende despertar el inconsciente o como C.G.Jung diría „aproximarnos a los arquetipos individuales y colectivos que cada uno encierra dentro de su psique o como sugeriría S. Freud que los „remanentes psíquicos: son elementos psíquicos presentes en la mente humana desde remotas edades y son rescatables „. Al respecto Maltus „Don Juan“ el instructor de C. Castañeda dice: necesitamos resucitar el Nahual (Inconsciente) que es lo oculto o es el lugar donde se localiza lo verdaderamente puro en el hombre, virtud que la poseemos en parte cuando somos niños (sensaciones, instintos) y quitarle terreno a lo Nodal (consciente) y de ésa manera con el conocimiento de ésas dos partes de nuestra psique, llegar a desarrollar de forma extraordinaria nuestra „personalidad“ o quizá nuestros „yo“.

Podríamos asegurar que con la práctica shamánica se logra despertar posibilidades que son desconocidas para el hombre común, que en definitiva son formas „Meta-psíquicas“, es el lugar a donde el hombre espiritual se conduce, a lo trascendental de lo trascendental.

El Shamanismo , es una de las más valiosas expresiones de la resistencia a morir del espíritu y práctica cultural de los indios americanos. Como se conoce a través de la antropología y la historia; la medicina shamánica es un „Patrimonio de la Humanidad“, una experiencia colectiva de más de 4 mil años, que sé ha transmitido de generación a generación, de pueblo a pueblo, donde el principio vital es la armonía, la unidad con la naturaleza, donde se considera a la naturaleza como una prolongación de sí mismo, algo así como la propia piel y sus propios órganos de los sentidos.

Este momento histórico es importante para poder rescatar el valor de la Medicina Natural Aborigen, rescatar la noción de curación que tenían nuestros antepasados, en donde la pérdida de la salud era por factores netamente activos (dominio del cuerpo y sometimiento de la enfermedad), es decir una coparticipación del paciente y del Chaman, a diferencia de la medicina occidental actual, donde el paciente es pasivo y el médico ó terapeuta intentan realizar un „make up“ de las enfermedades.

COMENTARIOS

Maria Oliver
jueves, 09 de julio de 2009 12:23

Bienvenido Walter y muchas gracias. Hoy nos saneas!!
Tu artículo me hace pensar en dos cosas… una fantástica película mongol, „la historia del camello que llora“ en la que una camella que se niega a amamantar a su cría, acaba haciéndolo después de „recibir“ el canto del chamán, una melodia ancestral, interpreda con un rudimentario instrumento de cuerda y cuyas trípticas palabras son pura vibración… Finalmente la camella llora y permite que su cría se alimente…

Y en Asclepio, el padre de la medicina en la antigua Grecia. Leo en „El médico divino“ de Karl Kérény, el canto a Peán, que los enfermos entonaban en sus visistas a los templos consagrados a este dios y en los que se operaban milagros: „¡Peán no debe abandonarnos, nunca debe abandonar!“

¿Dónde habrá quedado hoy ese canto de peán? En el proceso de curación se iba –aun hoy, afortunadamente, y de ahí la magia del shamanismo– al encuentro de lo divino. Así se operaba la curación, … el milagro: la fe (esa resistencia ante la adversidad) del enfermo cooperaba con su Dios (o su imaginario), le rogaba no cejar… En el proceso de curación se iba al encuentro de lo divino o de lo mágico… de una transcendencia, en todo caso.

Hoy, la medicina del hombre blanco moderno, reifica el cuerpo en órganos, niega el alma y nos cierra las puertas a… al ruego, a la fe (esa resistencia ante la adversidad). Hoy, pedimos pastillitas, y se nos dan, sofisticadas y caras pastillas… ya no se trata de resistir a la fatalidad y cooperar con algo más fuerte que el hombre… si no de maquillar esa puerta a la trascendencia, a trascender, que es toda enfermedad…

Nacho Rivera

Gracias Walter.

Somos seres pasivos que han dejado de luchar, conocer su cuerpo y curarse. Ahora como muy bien dice María nos dan esa pastillita milagrosa y ale a casita. No le damos tiempo a nuestra propia naturaleza a defenderse.

Si dejamos trabajar a nuestro organismo y aprendemos a escucharlo posiblemente dejemos de atiborrarnos de tanta pastilla.

Esperamos impacientes un nuevo artículo sobre el shamanismo y la cultura de los indios americanos.

Un abrazo.

Cristóbal Cervantes

Estupendo artículo, muy interesante, es impresionante la cantidad de información que trasmites, felicidades, como dice Nacho, esperamos impacientes un nuevo artículo, un abrazo

Walter Trujillo

Estaba empezando e enviar mi comentario, pero de alguna manera se borro todo, así que tengo que empezar de nuevo. El schamanismo o Chamanismo es más que una religión, una filosofía, es un estilo de vida, es la resistencia a mantener un espíritu vivo; y en constante cambio y desarrollo.
El schamanismo no es religiosidad o religión, es la espiritualidad alternativa a la naturaleza y lo netamente humano.

Cuando los españoles hace 500 años observaban a los indígenas en sus trances schamánicos, los tildaban de locos y de estar poseídos por demonios, Ah! una cosa, la palabra diablo o el concepto diablo fue introducido en america por los conquistadores, antes existía el bien o el mal, la dualidad entre el cielo y la tierra, la simbiosis entre la tierra y los planetas.

En realidad todos debería participar o ser actor activo de un ritual independiente de su religión, religiosidad o nivel espiritual.
En un ritual schamánico se puede despertar el consciente y el inconsciente, estimular el crecimiento del espíritu, la corrección de nuestro navegador interno, la movilización de nuestros recursos sutiles y la movilización de nuestro médico interno.

En un futuro cercano les entregaré más artículos sobre schamanismo, mis experiencias dentro del schmanismo y un poema místico sobre la vida del Schamán del fin del mundo. Primero tengo que encontrar la manera de ingresar nuevos artículos.

La escrito a continuación, debería haber ingresado al comienzo, pero lo haré ahora, es una explicación introductoria necesaria.

Chamán, del idioma tungu, de Siberia, xaman o schaman, y éste del verbo scha, saber. La función fundamental del Chamán es restaurar la armonía entre el hombre, su mundo espiritual y el mundo físico. Los chamanes no son sacerdotes, el chamanismo no es una religión, sino una forma de vida espiritual de los pueblos naturales o indígenas.

El Chamán tiene la capacidad de modificar la realidad o la percepción colectiva.

Esto se puede expresar en la facultad de curar, de comunicarse e intermediar con los espíritus, sabios correctores de los errores de las comunidades alterar los factores climáticos y de presentar habilidades visionarias y adivinatorias. Los chamanes son elegidos por familias y espíritus. La iniciación consistente en largos ayunos, entrenamientos, retiros y la ingestión de plantas de poder o psicotrópicos de la conciencia. Los Chamanes existieron en sociedades cazadoras y recolectoras de Asia, África, América y Oceanía, en las tribus indígenas del Norte, Centro y Sur de América y las de Australia y Nueva Zelanda entre los pueblos siberianos y los sintoístas de Japón, y en culturas prehistóricas de Europa.

El Chamán pueden realizar „viajes estáticos“ al mundo espiritual mediante estados controlados de la conciencia y para recibir conocimientos especiales. Los Chamanes son los verdaderos navegadores del inconsciente, su capacidad de navegar en el inconsciente tiene un desarrollo de más de cuatro mil años. El poder del Chamán radica en su capacidad de curar y movilizar al paciente para su auto curación o mejora física e espiritual.

Santiago Villar

Interesante la idea que el chamanismo es una forma de vida espiritual…, en occidente hemos creado creencias que suelen alejarse del mundo en que habitamos. La ética extramundana de la mayoría de las creencias occidentales ha producido un cantidad ingente de seres desencantados. El Chamán con su capacidad de modificar la realidad es un agente activo, que más que „vigilar y castigar“ se dedica a dar respuesta a los retos que se nos van planteando en nuestra cotidianidad.
Gracias por el artículo

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Dios (o su imaginario), le rogaba no cejar… En el proceso de curación se iba al encuentro de lo divino o de lo mágico… de una transcendencia, en todo caso.

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Australia y Nueva Zelanda entre los pueblos siberianos y los sintoístas de Japón, y en culturas prehistóricas de Europa.

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la espiritualidad alternativa a la naturaleza y lo netamente humano.

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Walter Trujillo Moreno en Poemas del Alma

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